Franz Heubl

deutscher Jurist und Politiker (Bayern); CSU; Landtagspräsident 1978-1990; Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigter Bayerns in Bonn 1962-1978

* 19. März 1924 München

† 21. Dezember 2001 München

Herkunft

Franz Heubl, kath., war der Sohn eines Schlossermeisters und christlichen Gewerkschafters, der sich zum Oberregierungsrat hochgearbeitet hatte, und unter den Nationalsozialisten verfolgt wurde.

Ausbildung

H. besuchte die Oberrealschule in München und machte 1943 Abitur. Die Schulausbildung musste er sich als Schlosserhelfer bei Krauss-Maffei in Allach, als Arbeiter in einem Heeressanitätspark und als Gepäckträger verdienen. Nach dem Abitur leistete er 1943-1945 Kriegsdienst als Pionier. Anschließend studierte H. - teilweise als Werkstudent bei BMW und Krauss-Maffei - Rechtswissenschaft und Volkswirtschaft an der Universität München. 1947 legte er das Referendar-Examen ab, zwei Jahre später promovierte er mit einer Dissertation über "Die staatsrechtliche Entwicklung Bayerns nach 1945" zum Dr. jur. Die zweite juristische Staatsprüfung machte H. 1950.

Wirken

H. begründete 1945 die CSU mit, war deren erster Parteisekretär in München, ferner stellv. Landesvorsitzender der Jungen Union und Mitglied des CSU-Landesvorstandes. Noch vor seinem Assessor-Examen wurde er 1948 - erst 24-jährig - Sekretär des Verfassungskonvents der deutschen Ministerpräsidenten auf Herrenchiemsee. Der Parlamentarische Rat beschäftigte ihn 1949 erstmals in Bonn.

1950-1960 arbeitete H. im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus ...